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AUF EIN WORT

01. Oktober 2005


 

Liebe Schwestern und Brüder,

manchmal ist etwas eigentlich Alltägliches viel schwieriger als es sich auf den ersten Blick den Anschein gibt. Jeder von uns war schon einmal irgendwohin unterwegs, um an einem bestimmten Ziel anzukommen. Doch dieses Ankommen kann plötzlich ganz anders sein, als wir es erwartet haben. Wahrscheinlich haben wir uns in den meisten Fällen nicht einmal Gedanken darüber gemacht, wie es denn sein könnte, das geplante Ziel zu erreichen.

„Ankommen“ kann sehr unterschiedlich sein, sogar große Gefühle oder Erwartungen sind oft damit verbunden. „Ankommen“ heißt in seiner einfachsten Form, ein Zimmer zu betreten, am Morgen seine Arbeit zu beginnen, oder bei einem Bekannten vor der Haustür zu stehen und zu klingeln. „Ankommen“ kann aber auch wichtig sein: Ich habe einen wichtigen Termin, bei dem sich einiges für meine Zukunft entscheiden wird. Welche Situation werde ich dort vorfinden, wenn ich ankomme? Wie werde ich bei meiner Ankunft aufgenommen? Kann ich mich in die Situation einbringen, bin ich genug vorbereitet, oder wird alles ganz anders sein? – Andere Situation: Ich bin schon ganz gespannt und ungeduldig, weil ich mich auf einen Ort oder eine Person freue, die ich gerne wieder sehen möchte. Da kann ich es kaum erwarten dort anzukommen und ich male mir unterwegs die Begegnung schon in den unterschiedlichsten und tollsten Farben aus. Ankommen wird dann zu einem Erlebnis des Glücks. – Endlich bin ich wieder hier.

Immer wieder geschieht es auch, dass Menschen zwar körperlich am Ziel angekommen sind, aber geistig noch nicht. Entweder nehmen sie erreichtes Ziel gar nicht war, weil sie gedanklich schon viel weiter sind, oder, was öfter vorkommt, sie sind noch nicht bereit, das erreichte Ziel in sich aufzunehmen, weil sie gedanklich noch viel zu sehr mit Vergangenem oder noch nicht Abgeschlossenem beschäftigt sind. Hier ist Zeit nötig, um zur Ruhe zu kommen und wirklich „anzukommen“ um auch da zu sein.

Ich möchte Sie dazu einladen, sich die Zeit und die Ruhe zu nehmen für eine Ankunft ganz besonderer Art. Advent heißt „Ankunft“ und es geht darum, die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus an Weihnachten vorzubereiten. Lassen Sie sich doch trotz allen Trubels darauf ein, diese Ankunft bewusst wahrzunehmen, sich darauf zu freuen und den Angekommenen dann auch wirklich zu begrüßen und bei sich aufzunehmen.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit in diesem Sinne wünscht Ihnen im Namen der Fachgruppe Kirchner

 

Ihr