Das Mesnerabzeichen gibt es endlich als PIN für 4,50 € käuflich zu erwerben.
 
 



AUF EIN WORT

01. Juli 2006


 

Liebe Schwestern und Brüder,

der Kirchnertag 2006 in Selb ist vorbei. Viele waren in den „hohen Norden“ Bayerns gekommen, um an diesem traditionellen Jahrestreffen teilzunehmen. „Schön, dass ihr auch wieder da seid – schön, dass es diesen Tag der Begegnung gibt!“ Beständigkeit ist hier gefragt, und die haben wir auch gepflegt und durchgehalten, denn es war bereits der 30. Bayerische Kirchnertag.

Schön ist es, wenn sich diese Beständigkeit auch in den einzelnen Gemeinden durchhalten lässt. Gerade in Kirchengemeinden mit mehr als einem Pfarrer ist der Kirchner das einzig „Beständige“. Pfarrer und Organisten mögen sonntags für die Gemeinde wechseln, der Kirchner ist – abgesehen vom Urlaub – immer die gleiche Person. Vieles ist im Fluss, in Bewegung. Manches wird abgeschafft, Neues entwickelt sich, anderes erlebt ein Auf und Ab. Nicht nur in den Gemeinden, sondern auch in unserem täglichen Umfeld: vieles ist, wenn auch manchmal nur in kleinen Dingen, nicht mehr so, wie es vielleicht schon letztes Jahr noch war.

Wichtig ist es dann, Ruhepunkte zu finden, an denen man anknüpfen kann. Traditionen beizubehalten, wo man sich sicher sein kann, dass sie genauso ablaufen wie vor 20 oder 50 Jahren. Wichtig ist es oft dann auch, Menschen als Ansprechpartner zu haben, von denen man genau weiß, die sind immer da – auf den kann ich zugehen, der wird auch morgen da sein. Seien Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, so ein verlässlicher Ruhepunkt für ihre Kirchengemeinde und für ihr ganzes Umfeld. Natürlich soll und darf der Fortschritt bei Ihnen nicht Halt machen, aber werden sie – bildlich gesprochen – zu einer „Ruhebank“ im Strom der Zeit. Geben Sie anderen die Möglichkeit bei Ihnen zu verschnaufen. – Sie werden es Ihnen danken.

Stellvertretend für die ganze Fachgruppenleitung wünsche ich Ihnen in diesem Sinne eine geruhsame Urlaubszeit und Gottes Segen für alle Ihre Dienste.

Ihr